Pokal nach langer Durststrecke wieder in Bayern
Nach intensivem Werben beim OÖ-Doppel und Erichs Intervention beim Fast-Lokalmatador Hans Pum gelang es uns, 18 MitstreiterInnen zum freundschaftlichen Ländervergleich mit unseren deutschen Freunden zu mobilisieren. Damit war einmal personeller Gleichstand gegeben.
Vorweg: Bad Griesbach bot perfekte Rahmenbedingungen. Wir durften direkt auf der Anlage des Golfclubs Brunnwies wohnen, dessen Platz die meisten gleich mit einer Proberunde inspizierten – nur nicht Walter und Robert, die sich auf dem anspruchsvolleren, weil körperlich mehr fordernden am Uttlau austobten.
Beide Kurse zeigten sich von ihrer schönsten Seite. Nur die Grüns waren auf Grund der wenigen Niederschläge der letzten Monate ziemlich stumpf, was bei dem einen und anderen etwas Unbehagen verursachte.
Dieses war aber gleich am ersten gemeinsamen, fröhlichen Abend im Gutshof Penning, bei hervorragendem Tafelspitz im Flug verdrängt. Unserer bayrischer Kollege Karl Bruckmaier rettete seine verbliebenen selbstgeschriebenen Bücher vor der Einstampfung, weil er sie unter Vortrag netter Anekdoten an uns verschenkte.
Außerdem wurden wir von Christine Schelch , Managerin des Golfresorts Griesbach (Ex-Chefin in Murtal bzw. Fontana) herzlich willkommen geheißen. Sie war es auch, die gleich dafür sorgte, dass das erste WM-Spiel der Österreicher auch im Frühstücksraum gesehen werden konnte. Wir wurden von ihr auch mit Cooling Towels beschenkt, anscheinend im Wissen, was auf uns zukommen sollte.
Gleich am ersten Spieltag zeigte es sich, dass der Sieg nur über die Bruttopunkte führen sollte. Christian Fellner und Josef Kagleder spielten eine Runde 4 über Par (32 Brutto). Rene Denk und Christian Stöger konnten die Nettowertung
mit 43 Punkten für Österreich entscheiden. So stand es nach dem ersten Tag noch 239:229, was den Rückstand noch etwas überschaubar machte.
Der köstliche Schweinsbraten im Golfclub Uttlau ließ uns noch hoffen.
Doch die Tonart Bayerns blieb gleich – Christian spielte erneut 4 über Par und machte schon im ersten Flight Nägel mit Köpfen. Das er fast nach jedem Schlag etwas unzufrieden laut analysierte (von mir bekam er den Namen „Hatton der Bayern“), ließ die Mitbewerber wie auch seinen Teamkollegen etwas unruhig werden.
So vergrößerte sich der Vorsprung nach den Bruttopunkten auf 23 Zähler. Da halfen auch nicht die 40 Punkte von Thommy Fuhrmann, der die Nettowertung gemeinsam mit Christl Kaiser-Eckstein für sich entschied.
Somit war die Partie mit 648 zu 623 Punkten deutlich zu Gunsten der Bayern entschieden und sie dürfen nach 6 Jahren wieder auf dem Pokal verewigen und ihn hegen und pflegen.
Als Kapitän bedanke ich mich bei allen für diesen trotzdem sehr gelungen Ausflug nach Bad Griesbach!
Euer Andi
